Zu meiner Zeit (80-87) war es üblich, am letzten Dienst-Tag der Zimmerpräfekten während des Silentiums eine (nicht genehmigte) Fete durchzuziehen. Am Anfang für den Heb noch überraschend, düsten nach der 1. Hälfte alle Internatsteile nach II, verbarrikadierten und verhängten die Tür, bauten in Windeseile die vorbereitete Anlage mit den Riesenboxen aus dem Bunker auf und los ging's! Elekronikgenie Schmoldi hatte selbstverständlich hebseitige Gegenmaßnahmen, wie das Abschalten des Stroms, bereits vorausgesehen und den Notstrom in den Toiletten angezapft.
In einem Jahr blieb das Stromabschalten aus und wir vermuteten, dass die Widerstand von Seiten der Lehrer nun endgültig gebrochen sei. In der II-Küche brutzelten etliche Bleche Pizza vor sich hin. Die Fete war in vollem Gange, die Tanzfläche voll, als plötzlich
Die Tanzenden erstarrten, die Musik verstummte. Alle Augen waren auf diesen einen Mann gerichtet. Er schaute sich genauestens um, sein mathematisch geschultes Hirn registrierte jeden einzelnen Anwesenden. Langsam öffnete sich sein Mund ... und heraus kamen die Worte ... „Gibt's denn hier für den Heb gar kein Stück Pizza?“
Und wie war dieser Kerl in unseren Hochsicherheits-Internatsteil eingedrungen? Ganz einfach – die Gänge! Er hatte sich durch die Gänge geschlichen, die unten neben den Duschen einen Ausgang hatten. Und dies war die einzige Tür, die wir nicht verrammelt hatten. Sollte da ein Lehrer tatsächlich schlauer als wir alle gewesen sein?
Gruß an alle aus B52!
Olli
